Workshops Coercive Control
Sensibilisierung, fachliche Reflexion und Perspektiverweiterung.
Die Workshops Coercive Control sensibilisieren Fachkräfte und Institutionen für die Dynamiken psychischer Gewalt und systematischer Kontrolle.
Die Workshops dienen der Aufklärung, fachlichen Reflexion und Perspektiverweiterung.
Alle Formate sind praxisorientiert, beinhalten Fallbeispiele und bieten Raum für kollegialen Austausch und kritische Auseinandersetzung mit eigenen Interventionen.
1. Workshops für Fachkräfte
Unter anderem für Coaches, Therapeut:innen, Berater:innen und Sozialarbeiter:innen
Diese Workshops Coercive Control richten sich an Fachkräfte, die ihre Wahrnehmung für psychische Gewalt und subtile Kontrollmechanismen schärfen möchten.
Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung dafür, dass jede Klientin potenziell von psychischer Gewalt betroffen sein kann – auch wenn es nicht auf den ersten Blick erkennbar ist.
Sich mit Täterstrategien auseinanderzusetzen ist dabei zentral. Erst wenn sichtbar wird, wie Manipulation, Gaslighting, Isolation und Schuldzuweisungen systematisch eingesetzt werden, könnten sich Interventionen reflektierter gestalten lassen. Viele Standard-Methoden – etwa Reframing, Perspektivwechsel oder die Arbeit an Verantwortungsübernahme – könnten bei Betroffenen von Coercive Control retraumatisierend wirken.
Schwerpunkte
- Aufklärung über Dynamiken von Coercive Control – und wie sie sich in Klientenerzählungen zeigen könnten
- Täterstrategien erkennen: Manipulation, Gaslighting, Isolation, Abwertung und Wahrnehmungsverzerrungen
- Sensibilisierung für Trauma und mögliche Retraumatisierung
- Kritische Reflexion von Standard-Methoden wie Reframing oder Relativierungen im Kontext von Gewalt
- Praxisreflexion: Wie Prozesse bei Vermutung von Gewalt gestaltet werden könnten – auch ohne Gewissheit
- Auseinandersetzung mit eigenen Reaktionen, Gegenübertragungen und professionellen Grenzen
Worum es geht
Psychische Gewalt ist oft unsichtbar – auch für Fachkräfte. Die Workshops beleuchten, wie Coercive Control funktioniert, warum Betroffene oft nicht als solche erkannt werden und wo gängige Interventionen an ihre Grenzen stoßen könnten.
2. Workshops für Institutionen
Für Familiengerichte, Jugendämter, Verfahrensbeistände, Anwält:innen und Beratungsstellen
Diese Workshops richten sich an Institutionen, die in ihrem Arbeitsfeld mit psychischer Gewalt und hochbelasteten Familiendynamiken konfrontiert sind.
Die Workshops richten den Blick auf institutionelle Wahrnehmung und Handlungsspielräume – auch wenn Gewalt nicht eindeutig beweisbar ist.
Häufig wird Coercive Control in Familiengerichtsverfahren als "Hochkonflikt" etikettiert. Die Workshops schaffen Raum für eine fachliche Auseinandersetzung damit, wie sich Gewaltdynamiken von Konflikten unterscheiden könnten und warum diese Unterscheidung für Entscheidungen entscheidend sein könnte.
Schwerpunkte
- Coercive Control – auch ohne sichtbare körperliche Gewalt oder eindeutige Beweise
- Täterstrategien, Sprachmuster und Manipulationsmechanismen in Verfahren erkennen
- Sensibilisierung für Trauma und Traumafolgen bei Betroffenen
- Kritischer Blick auf das Etikett „Hochkonflikt" – und wann es Gewalt verdeckt
- Praxisreflexion: Wie Entscheidungen auch bei Unsicherheit getroffen werden könnten
- Auseinandersetzung mit institutionellen Routinen und strukturellen Grenzen
Worum es geht
Wie reagieren Institutionen, wenn psychische Gewalt vermutet, aber nicht bewiesen wird? Die Workshops beleuchten, warum Coercive Control in Verfahren häufig unerkannt bleibt, wie Täterstrategien institutionelle Abläufe beeinflussen könnten und wo bestehende Routinen Betroffene zusätzlich belasten könnten.
3. Fachmodule für Weiterbildungseinrichtungen
Für Einrichtungen, die Coaches und Mediator:innen weiterbilden
Ich biete Fachmodule für Weiterbildungseinrichtungen an, die Coaches und Mediator:innen weiterbilden. Die Module können in bestehende Curricula integriert oder als ergänzende Fachmodule angeboten werden.
Die Module vermitteln angehenden Fachkräften ein vertieftes Verständnis für psychische Gewalt und Coercive Control – und befähigen sie, auch bei Unsicherheit traumasensibel zu arbeiten.
Inhalte
- Psychische Gewalt und subtile Kontrollmechanismen erkennen und einordnen
- Täterstrategien verstehen: Wie sich Gewalt- und Manipulationsdynamiken in Klientenerzählungen zeigen
- Trauma und Retraumatisierung – warum bestimmte Interventionen bei Betroffenen schaden können
- Standard-Coaching-Methoden wie Reframing, Perspektivwechsel oder Verantwortungsübernahme kritisch prüfen
- Coaching- und Mediationsprozesse bei Vermutung von Gewalt traumasensibel gestalten
- Eigene Interventionen und deren mögliche Wirkung auf Betroffene reflektieren
Lernziel
Angehende Coaches und Mediator:innen entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass jede Klientin potenziell von psychischer Gewalt betroffen sein kann. Sie lernen, Standard-Interventionen kritisch zu prüfen und ihre Arbeit für Klient:innen sicherer zu gestalten.
Formate & Ablauf
Die Workshops können einzeln oder als mehrtägige Veranstaltung gebucht werden. Alle Formate beinhalten Fallbeispiele, praktische Übungen und Raum für kollegialen Austausch.
Ich arbeite praxisnah und interaktiv – nicht als Frontalvortrag, sondern als gemeinsame fachliche Auseinandersetzung mit konkreten Situationen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden.
Online oder vor Ort – auch für Teams und Institutionen.
Anfragen
Ich erstelle Ihnen gern ein individuelles Angebot für Ihr Team oder Ihre Institution.