Familienmediation
Wenn Eltern Eltern bleiben wollen – auch nach der Trennung.
Trennung ist kein Scheitern. Sie kann der ehrlichste Schritt sein, den zwei Menschen gehen. Aber wenn gemeinsame Kinder im Spiel sind, endet mit der Beziehung nicht die Verantwortung.
Familienmediation bietet einen Rahmen, um das zu regeln, was geregelt werden muss – Umgang, Betreuung, Kommunikation – ohne dass einer der beiden zum Verlierer werden muss.
Wofür Familienmediation da ist
Familienmediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren. Als Mediatorin begleite ich den Prozess, gebe dem Gespräch Struktur und sorge dafür, dass beide Seiten gehört werden.
Ich treffe keine Entscheidungen für Sie. Ich gebe keine rechtlichen Empfehlungen.
Ich halte den Raum offen, damit Sie Ihre eigenen Lösungen finden können.
Mediation kann sinnvoll sein bei Fragen wie:
→ Wie gestalten wir den Umgang mit den Kindern?
→ Wer wohnt wo, wann, wie?
→ Wie kommunizieren wir als Eltern, wenn wir kein Paar mehr sind?
→ Wie gehen wir mit Feiertagen, Ferien, Übergaben um?
→ Wie sprechen wir über Geld, ohne in alte Muster zu fallen?
Was Familienmediation nicht ist
Mediation ist kein Coaching, keine Therapie und keine Rechtsberatung.
Sie ersetzt keinen Anwalt und keine gerichtliche Klärung, wenn diese nötig ist.
Mediation setzt voraus, dass beide Seiten freiwillig teilnehmen
und bereit sind, miteinander zu verhandeln.
Ohne diese Grundlage funktioniert das Verfahren nicht.
Wann ich von Mediation abrate
Eine klare Grenze
Ich arbeite nicht mit Paaren, bei denen ein strukturelles Machtungleichgewicht besteht, das sich im Mediationsraum nicht ausgleichen lässt.
Wenn einer der beiden Partner psychische Gewalt ausübt, kontrolliert, einschüchtert oder manipuliert, ist Mediation kein geeignetes Format. Allparteilichkeit bedeutet nicht, dass beide Positionen gleich viel wiegen, wenn eine davon auf Kontrolle beruht.
In solchen Fällen ist Einzelbegleitung sinnvoller – und manchmal auch ein klarer Hinweis, dass es hier nicht um Streit geht, sondern um Gewalt.
Wie ich arbeite
Ich arbeite systemisch, das heißt: Ich schaue auf das Ganze. Auf Dynamiken, die sich eingespielt haben. Auf Muster, die niemand mehr hinterfragt. Auf Kommunikation, die nur noch eskaliert.
Mein Fokus liegt nicht auf Schuldzuweisung, sondern auf Klärung. Ich stelle Fragen, höre zu, strukturiere und fasse zusammen. Wenn eine Seite weniger Raum nimmt, achte ich darauf, diesen Raum zu öffnen – ohne dass die andere Seite dadurch übergangen wird.
Ich bin ausgebildete Mediatorin und systemischer Coach. Meine langjährige Arbeit mit Betroffenen von psychischer Gewalt hat mich für Dynamiken sensibilisiert, die in klassischen Mediationsausbildungen oft nicht ausreichend thematisiert werden. Ich erkenne, wenn Freiwilligkeit nur scheinbar gegeben ist. Und ich benenne es.
Was Sie mitbringen sollten
→ Die Bereitschaft, sich an einen Tisch zu setzen
→ Die Offenheit, die eigene Position auch infrage stellen zu lassen
→ Die Fähigkeit, mit Uneindeutigkeit umzugehen
→ Die Einsicht, dass Ihre Kinder Sie beide brauchen – als kooperationsfähige Eltern
Was Sie nicht mitbringen müssen
✗ Harmonie
✗ Sympathie füreinander
✗ Eine Lösung
Das ist mein Job.
Ablauf und Rahmen
Die erste Sitzung dient der Klärung: Was bringen Sie mit? Was erhoffen Sie sich? Ist Mediation das richtige Format für Ihre Situation?
Danach arbeiten wir in einzelnen Sitzungen an den Themen, die Sie selbst bestimmen. Die Anzahl der Sitzungen hängt von der Komplexität ab – häufig sind es drei bis sechs Termine.
Sitzungen finden online statt, auf Anfrage auch vor Ort in Berlin.
Kosten
90 Minuten | 180 €
Die Kosten werden in der Regel von beiden Parteien geteilt (90 € pro Person).
Ein unverbindliches Vorgespräch (ca. 20 Minuten) ist kostenfrei.
Mögliche Kostenunterstützung
In bestimmten Fällen – insbesondere wenn Kinder betroffen sind und ein familiengerichtliches Verfahren läuft oder droht – kann beim Jugendamt ein Antrag auf Kostenübernahme für Mediation gestellt werden. Ob und in welcher Höhe die Kosten übernommen werden, entscheidet das jeweilige Jugendamt im Einzelfall.
Einige Rechtsschutzversicherungen übernehmen Mediationskosten bis zu einem bestimmten Stundensatz (häufig bis 180 €). Es lohnt sich, vorab bei der eigenen Versicherung nachzufragen.
Wenn Sie unsicher sind, ob Mediation das Richtige für Ihre Situation ist,
klären wir das in einem kurzen Vorgespräch.
Rechtlicher Hinweis: Ich bin Mediatorin, keine Anwältin und keine Therapeutin. Mein Angebot ersetzt keine Rechtsberatung und keine Psychotherapie. Für verbindliche rechtliche Vereinbarungen empfehle ich, parteiliche Anwälte hinzuzuziehen.